Audioguide Submarino Peral

Beschreibung
Isaac Peral, ein Marineoffizier aus Cartagena, hatte eine ziemlich verrückte Idee für seine Zeit. Er wollte ein U-Boot bauen, das mit Torpedos bewaffnet war und mit Elektromotoren fuhr. Das Marineministerium gab ihm 1886 grünes Licht und ein Budget von zunächst 25.000 Peseten - am Ende kostete das Projekt über 299.000.
Die Geschichte des Bootes ist typisch spanisch: technisch brillant, aber politisch zum Scheitern verurteilt. Bei den Erprobungen 1888 funktionierte fast alles wie geplant. Das U-Boot erreichte 8 Knoten an der Oberfläche, konnte 80 Meter tief tauchen und hatte eine Reichweite von 284 Seemeilen. Bei nächtlichen Angriffsübungen war es erfolgreich, nur tagsüber wurde es vom Kreuzer Cristóbal Colón schon aus 1000 Metern Entfernung entdeckt.
Das reichte den Admirälen nicht. 1890 wurde das Projekt eingestellt, Peral bekam immerhin eine Tapferkeitsmedaille für die gefährlichen Tests. Vierzig Jahre lang rostete sein U-Boot in den Werften von La Carraca vor sich hin, bis es 1929 nach Cartagena zurückgeholt wurde.
Heute steht das restaurierte Boot im Museo Naval de Cartagena in der Region Murcia. Die Ausstellung zeigt nicht nur das U-Boot selbst, sondern auch Perals original Arbeitszimmer, seine Säbel und persönlichen Gegenstände. Eine Schnittmodell-Nachbildung veranschaulicht, wie beengt die zwölf Besatzungsmitglieder auf diesem winzigen Raum arbeiten mussten.
Wer tiefer in die technischen Details einsteigen möchte, kann eine Submarino Peral Audioguide nutzen. Das Museum ist dienstags bis freitags von 9 bis 14 Uhr geöffnet, samstags bis 14 Uhr. Der Eintritt ist erschwinglich und die Führungen kompetent - allerdings meist auf Spanisch.
Ein faszinierendes Stück Technikgeschichte, das zeigt, wie Spanien einmal ganz vorne dabei war.
Audioguide Submarino Peral
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