Audioguide Refugio Museo de la Guerra Civil

Refugio Museo de la Guerra Civil
Audio inklusive

Beschreibung

Das Refugio Museo de la Guerra Civil Cartagena ist einer jener Orte, die einen unvermittelt in die Geschichte hineinziehen. Während ich durch die unterirdischen Gänge laufe, wird mir bewusst, dass hier Menschen Schutz vor den Bomben suchten, die zwischen 1936 und 1939 auf die Stadt niederprasselten.

Die Anlage liegt in der Calle Gisbert, direkt unter dem Cerro de la Concepción. Was heute Museum ist, entstand ursprünglich 1937 als einer der größten Luftschutzräume der Stadt. 5.500 Menschen fanden hier Platz – eine beeindruckende Zahl, wenn man bedenkt, wie bedrängend sich die Gänge trotz ihrer Weitläufigkeit anfühlen.

Cartagena war während des Bürgerkriegs strategisch entscheidend. Hier lief Kriegsmaterial aus der eigenen Produktion zusammen, hier kamen Hilfslieferungen aus Russland an, und hier lag die republikanische Flotte vor Anker. Das machte die Stadt zum bevorzugten Ziel der deutsch-italienischen Luftwaffe. Der Bombardierung vom 25. November 1936 ist ein ganzer Ausstellungsbereich gewidmet – vier Stunden dauerte dieser Angriff, der als einer der verheerendsten in die Geschichte einging.

Das Museum zeigt nicht nur militärische Aspekte, sondern vor allem den Alltag der Menschen. Wie organisierte man Schulunterricht zwischen den Bombardements? Wie beschaffte man Lebensmittel? Die Ausstellung macht deutlich, wie sehr sich das Leben der Cartageneros veränderte, als der Krieg ausbrach.

Besonders eindrucksvoll ist das Audiovisual am Ende des Rundgangs. Originale Aufnahmen und Töne aus der Zeit vermitteln eine Vorstellung davon, was es bedeutete, hier unten auszuharren. Die Audioguide hilft dabei, die historischen Zusammenhänge besser zu verstehen und ist in mehreren Sprachen verfügbar.

Was mich beeindruckt, ist die schlichte Art der Präsentation. Keine Effekthascherei, sondern sachliche Information über ein dunkles Kapitel der spanischen Geschichte. Die unvollendeten Gänge erinnern daran, dass der Krieg 1939 endete, bevor die Arbeiten abgeschlossen werden konnten.

Der Aufzug, der heute zum Castillo de la Concepción führt, wurde übrigens beim Bau 2001 entdeckt – so kamen die vergessenen Refugien wieder ans Licht. Ein Zufall, der Cartagena um eine wichtige Erinnerungsstätte reicher machte. Die Besichtigung dauert etwa eine halbe Stunde, aber die Eindrücke bleiben länger haften.

Ab3.00

pro Person

Audio profesional en tu idioma
Descarga y escucha sin conexión
Acceso inmediato tras la compra

Gesamtpreis der Audioguides