Audioguide Casa Maestre

Beschreibung
José Maestre Pérez, ein einflussreicher Unternehmer und Politiker aus der Bergbauregion, beauftragte damals den Architekten Marceliano Coquillat mit den Plänen. Die Bauleitung übernahm Víctor Beltrí, dessen Handschrift man in ganz Cartagena wiedererkennt. Das Ergebnis war ein Wohnhaus, das den Reichtum und den Geschmack der Bergbaubourgeoisie des frühen 20. Jahrhunderts widerspiegelte.
Die Geschichte des Hauses spiegelt auch die turbulenten Zeiten Spaniens wider. Während des Bürgerkriegs wurde es von den Republikanern beschlagnahmt und diente als Parteizentrale der Kommunisten. Nach dem Krieg musste die Familie Maestre das Anwesen aus wirtschaftlichen Gründen an eine Bank verkaufen – ein Schicksal, das viele noble Familien teilten.
Heute ist die Casa Maestre in Privatbesitz, aber ihr Wert wurde endlich offiziell anerkannt. Seit Oktober 2024 trägt sie den Status eines Bien de Interés Cultural, was bedeutet, dass sie als Monument unter Denkmalschutz steht. Eine längst überfällige Entscheidung, wenn man die prächtige Fassade und die noch erhaltenen Originalelemente im Inneren betrachtet.
Besonders interessant finde ich die aktuellen Diskussionen über eine mögliche Umwandlung in ein Stadtmuseum. Das würde perfekt in die Sehenswürdigkeiten Cartagena passen, denn die Plaza de San Francisco liegt ideal zwischen dem römischen Forum und anderen archäologischen Stätten. Wer sich für die Details der Architektur interessiert, kann eine Casa Maestre Audioguide nutzen, um mehr über die kunsthandwerklichen Besonderheiten zu erfahren.
Das Gebäude steht stellvertretend für eine Epoche, als Cartagena dank des Bergbaus eine Blütezeit erlebte. Die Familie Maestre gehörte zu jenen Unternehmern, die nicht nur Reichtum anhäuften, sondern auch das Stadtbild prägten. Beim Casa Maestre besuchen wird einem bewusst, wie sehr Architektur die Ambitionen ihrer Zeit reflektiert.
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