
Beschreibung
Ursprünglich hieß sie Bab al-Unaydar, was so viel wie "Tor der kleinen Tenne" bedeutet. Sie war Teil des Verteidigungssystems der alten Alcazaba und einer der wichtigsten Zugänge zur islamischen Stadt Granada. Die zwei charakteristischen Hufeisenbögen sind aus Sandstein gefertigt, der aus La Malahá stammte, einem Ort südlich der Stadt.
Was mich besonders fasziniert, ist die durchdachte Bauweise. Die Puerta Monaita führte nicht direkt ins Stadtinnere, sondern in einen sechs Meter breiten Innenhof, von dem aus es dann weiter zur Alcazaba ging. Diese abgewinkelte Konstruktion war ein cleverer Verteidigungstrick – Angreifer konnten nicht einfach durchstürmen. Eine massive Festungsanlage mit über acht Meter Höhe und ein rechteckiger Turm von 17 Metern Höhe vervollständigten die Befestigung.
Heute gehört die Puerta zur ziridischen Stadtmauer, einem der ältesten Monumente Granadas. Leider hatte sie schwere Zeiten durchgemacht – jahrelang war sie dem Vandalismus und der Verwahrlosung preisgegeben. 2017 begann jedoch das Kulturministerium mit Restaurierungsarbeiten, die dem Tor wieder zu neuem Glanz verhalfen.
Der Blick von hier oben ist beeindruckend. Man sieht bis zur Puerta de Elvira und kann sich gut vorstellen, wie strategisch wichtig diese Position war. Es ist schon merkwürdig zu denken, dass bereits 670 vor Christus die Iberer hier eine primitive Befestigung hatten.
Wer sich für die Details der Geschichte interessiert, findet übrigens eine Puerta Monaita Audioguide, die die verschiedenen Bauphasen und historischen Zusammenhänge erklärt. Aber auch ohne zusätzliche Erklärungen spürt man beim Durchgehen der alten Bögen die Jahrhunderte der Geschichte. Die Ziegel an der Decke tragen noch Farbreste, und die Steinblöcke zeigen deutlich die verschiedenen Bauepochen.
Es ist einer dieser Orte in Granada, wo Geschichte greifbar wird – ohne Museumsglas dazwischen.
pro Person
Gesamtpreis der Audioguides




