Audioguide Generalife

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Generalife
Audio inklusive

Beschreibung

Als ich das erste Mal den Generalife in Granada besuchte, verstand ich schnell, warum die Nasriden-Herrscher hier ihre Sommer verbrachten. Diese Palastanlage aus dem 14. Jahrhundert liegt östlich der Alhambra am Hang und war weit mehr als nur ein königlicher Rückzugsort – sie funktionierte als landwirtschaftlicher Betrieb mit Obstgärten und Gemüsegärten.

Der Name stammt vermutlich aus dem Arabischen und bedeutet so etwas wie "Garten des Architekten", auch wenn Sprachwissenschaftler darüber diskutieren. Muhammad II. ließ den Komplex Ende des 13. Jahrhunderts errichten, später erweiterten andere Herrscher die Anlage. Was mich besonders fasziniert: Die Nasriden-Könige erreichten den Generalife durch einen privaten, teilweise unterirdischen Gang direkt von der Alhambra aus.

Das Herzstück bildet der Patio de la Acequia, der Hof des Wasserkanals. Dieser längliche Innenhof mit seinen vier Blumenbeeten folgt dem persischen Chahar-Bagh-Prinzip. Entlang der Mittelachse verläuft ein Wasserkanal mit Fontänen, die Wasserstrahlen über das Becken werfen. An der Westseite ragt ein kleiner Mirador heraus – vermutlich der erste seiner Art in der Nasriden-Architektur.

Die heutigen Gärten entsprechen allerdings nicht mehr dem Original. Nach einem Brand 1958 fanden Archäologen die ursprünglichen Wege und Bewässerungssysteme 70 Zentimeter unter modernen Schichten begraben. Statt die historische Anlage zu rekonstruieren, bedeckten sie alles wieder und pflanzten neue, botanisch nicht verwandte Vegetation. Schade eigentlich.

Besonders eindrucksvoll finde ich die Wassertreppe oberhalb des Sultana-Hofes. Vier Treppenläufe mit Wasserrinnen in den Geländern – ein geniales Detail maurischer Gartenkunst. Die großen Terrassengärten, die man heute als erstes sieht, entstanden erst im 20. Jahrhundert unter Francisco Prieto Moreno und Leopoldo Torres Balbás.

In Andalusien gab es schon seit der Umayyadenzeit solche Landgüter. Der Generalife war Teil eines ganzen Netzwerks von Palästen am Hang, von denen heute nur noch Ruinen existieren. Eine Generalife Audioguide hilft dabei, die verschiedenen Bauphasen und die ursprüngliche Funktion zu verstehen. Die UNESCO erklärte die Anlage 1984 zum Weltkulturerbe – völlig zu Recht.

In diesem Audioguide enthaltene Punkte

1

Patio de la Acequia

Patio de la Acequia
2

Jardines Nuevos

Jardines Nuevos
3

Patio del Ciprés de la Sultana

Patio del Ciprés de la Sultana
4

Sala Regia

Sala Regia
5

Mirador de Ismail

Mirador de Ismail
6

Escalera del Agua

Escalera del Agua
7

Jardines Altos

Jardines Altos
8

Patio de Polo

Patio de Polo
9

Patio del Apeadero

Patio del Apeadero
10

Las Huertas

Las Huertas

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