Audioguide Paseo de los Tristes

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Paseo de los Tristes
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Beschreibung

Der Paseo de los Tristes in Granada trägt einen Namen, der zunächst verwirrt - warum sollte eine der schönsten Straßen der Stadt "Spaziergang der Traurigen" heißen? Die Erklärung liegt in der Geschichte des 19. Jahrhunderts verborgen. Offiziell heißt diese Straße eigentlich Paseo del Padre Manjón, aber die Granadiner nennen sie seit über 200 Jahren bei ihrem melancholischen Beinamen.

Im Jahr 1805 wurde oberhalb der Alhambra der städtische Friedhof San José angelegt. Die Trauerzüge mussten durch diese gepflasterte Allee am Darro-Fluss ziehen, um zur steilen Cuesta de los Chinos zu gelangen. Viele Trauernde verabschiedeten sich bereits hier von ihren Verstorbenen, bevor der beschwerliche Aufstieg zum Friedhof begann. So entstand der Name, der bis heute geblieben ist.

Dabei war dieser Ort ursprünglich alles andere als traurig. Im 17. Jahrhundert schenkten die Herren von Castril das Gelände der Stadt, nachdem eine Pulverexplosion die Gegend verwüstet hatte. Es entstand eine Festmeile mit der Casa de las Chirimías, von wo aus Musiker mit ihren flötenähnlichen Instrumenten die Feste begleiteten. Diese kleine Torturmkonstruktion steht noch heute am Anfang des Paseos.

Zwischen Alhambra und Albaicín gelegen, bietet der Paseo eine der eindrucksvollsten Panoramen Granadas. Vierzehn Brücken überspannen hier den Darro, manche aus maurischer Zeit, andere aus der christlichen Epoche. Der Puente de las Chirimías wurde 1882 komplett erneuert, während der Puente del Aljibillo noch Reste aus dem 11. Jahrhundert bewahrt.

Besonders auffällig ist das verlassene Gebäude am anderen Flussufer - das ehemalige Hotel Bosques de la Alhambra von 1910. Die Feuchtigkeit des Geländes machte den Gästen zu schaffen, weshalb es bald als "Hotel del Reuma" verspottet wurde. Nach der Schließung diente es als Krankenhaus, bevor es ganz aufgegeben wurde. Die Granadiner nennen es heute "Casita de Muñecas" - Puppenhaus.

Am Ende des Paseo de los Tristes Granada steht seit 2014 eine Bronzestatue des Flamencotänzers Mario Maya, der hier geehrt wird. Wer mehr über die versteckten Geschichten erfahren möchte, findet mit einer Audioguide zusätzliche Details zu diesem geschichtsträchtigen Ort, wo Trauer und Schönheit so nah beieinander liegen.

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