
Beschreibung
Jede Höhle erzählt ihre eigene Geschichte. Die Korbflechterei, die Schmiede, die Töpferei – alle traditionellen Handwerke sind mit originalen Werkzeugen und Gegenständen nachgestellt. Was mich besonders beeindruckt hat, waren die Videos, die zeigen, wie das Leben hier wirklich war. Kinder, die Flamenco tanzen lernen, Frauen bei der Hausarbeit, Männer bei ihrer Arbeit als Handwerker.
Die Temperatur in den Höhlen bleibt das ganze Jahr über angenehm kühl. Im Sommer ein echter Vorteil, wenn draußen die andalusische Hitze brennt. Die weißgekalkten Wände reflektieren das wenige Licht und schaffen eine fast mystische Stimmung. Man versteht schnell, warum Menschen sich für diese Art des Wohnens entschieden haben.
Der Blick von hier oben auf die Alhambra ist spektakulär. Das Tal des Darro liegt einem zu Füßen, und man begreift die geografische Lage Granadas auf eine völlig neue Weise. Dieser Aussichtspunkt allein rechtfertigt schon den Besuch.
Die mehrsprachigen Informationstafeln erklären nicht nur die lokale Geschichte, sondern ordnen das Phänomen des Höhlenwohnens auch global ein. QR-Codes führen zu einer kostenlosen Audioguide, die zusätzliche Details liefert – praktisch, wenn man tiefer in die Materie einsteigen möchte.
Das Museum funktioniert als ethnographisches Zentrum, ohne museale Sterilität zu verströmen. Die Höhlen wirken lebendig, fast so, als könnten ihre Bewohner jeden Moment zurückkehren. Besonders die Küchenhöhle mit ihren Töpfen und dem alten Herd vermittelt ein authentisches Bild vom Alltag im Sacromonte.
Der Eintritt ist fair, das Personal hilfsbereit. Wer Interesse an sozialer Geschichte und Flamenco-Kultur hat, findet hier mehr als nur touristische Folklore. Es ist ein Ort, der zeigt, wie Menschen sich auch unter schwierigen Umständen eine Heimat geschaffen haben.
Información adicional
pro Person
Gesamtpreis der Audioguides




