
Beschreibung
Das Viertel Albaicín, wo sich der Aussichtspunkt befindet, erzählt seine eigene Geschichte. Die gepflasterten Gassen sind steil und verwinkelt – ein Überbleibsel aus maurischer Zeit, als sie bewusst so angelegt wurden, um Eindringlinge zu verwirren. Sehenswürdigkeiten Granada gibt es viele, aber hier spürt man die Vergangenheit besonders intensiv. Die weißen Häuser mit ihren kleinen Innenhöfen prägen das Stadtbild bis heute.
Am Mirador selbst steht die Iglesia de San Nicolás, eine Kirche aus dem 16. Jahrhundert, die auf den Fundamenten einer alten Moschee errichtet wurde. Typisch für die Zeit nach der Reconquista 1492 – aus Moscheen wurden Kirchen. Das Mudéjar-Design der Kirche zeigt noch immer diese Mischung aus christlichen und islamischen Elementen.
Der Aufstieg hierher ist durchaus anstrengend. Von der Plaza Nueva aus läuft man gut 20 Minuten bergauf, aber es lohnt sich. Die Calle Calderería Nueva mit ihren Teestuben und kleinen Läden ist schon eine Attraktion für sich. Wer nicht laufen möchte, kann die Buslinien C31 oder C32 nehmen.
Mirador de San Nicolás besuchen sollte man am besten am späten Nachmittag. Wenn die Sonne langsam untergeht, färbt sich die Alhambra golden und rosa – dann versteht man, warum Dichter und Maler von diesem Anblick schwärmten. Allerdings ist es zu dieser Zeit auch sehr voll. Früh am Morgen ist es ruhiger, und nachts, wenn die Alhambra beleuchtet ist, entsteht eine ganz besondere Atmosphäre.
In der Umgebung gibt es einige interessante Details zu entdecken: den alten Aljibe de San Nicolás, einen maurischen Wasserspeicher, oder die moderne Mezquita Mayor von 2003. Wer tiefer in die Geschichte eintauchen möchte, kann eine Mirador de San Nicolás Audioguide nutzen – das hilft, die vielen Schichten der Vergangenheit zu verstehen.
Das Schöne an diesem Ort ist seine Vielseitigkeit. Tagsüber kommen Touristen, abends treffen sich Einheimische, und Straßenmusiker spielen Flamenco-Klänge. Granada zeigt sich hier von seiner authentischsten Seite.
Información adicional
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