
Beschreibung
Die Geschichte dieses Ortes reicht weit zurück. Hier befand sich einst die Mezquita de los Baños, eine Moschee, über deren Resten bereits eine frühere Kirche stand, bevor die heutige errichtet wurde. Diese Schichtung der Kulturen spürt man noch heute.
Der Mudéjar-Stil zeigt sich besonders eindrucksvoll in den Holzdecken im Inneren. Juan de Vílchez schuf diese kunstvollen Artesonados mit ihren achteckigen Sternen und vergoldeten Muqarnas-Elementen. Die Kirche folgt einem lateinischen Kreuzgrundriss mit neun Seitenkapellen - fünf links, vier rechts. Jede ist quadratisch angelegt und durch halbkreisförmige Bögen mit Eisengittern vom Hauptschiff getrennt.
Pedro de Orea gestaltete 1589 die Renaissancefassade mit ihrer Nische, in der steinerne Figuren der Heiligen Petrus und Paulus stehen. Der Turm wirkt zwar etwas massiv, fügt sich aber geschickt in die Landschaft ein. Von hier aus hat man einen wunderbaren Blick auf die Alhambra und die Türme der Alcazaba.
Im Inneren beherbergt die Kirche bemerkenswerte Kunstwerke. Das Tabernakel in der Hauptkapelle stammt ursprünglich von Diego de Siloé für die Kathedrale von Granada und wurde 1614 hierher verlegt. Besonders beeindruckend finde ich die Werke von Pedro de Mena, José de Mora und Pablo de Rojas.
1590 beschädigte eine Explosion in einer nahegelegenen Pulverfabrik die Kirche. Turm und Sakristei mussten neu aufgebaut werden - ein Ereignis, das die Geschichte dieses Ortes mitprägte.
Wer sich intensiver mit der reichen Geschichte und den kunsthistorischen Details beschäftigen möchte, kann auf eine Audioguide zurückgreifen. Die Sehenswürdigkeiten Granadas bieten oft mehr, als man auf den ersten Blick erkennt, und diese Kirche ist ein perfektes Beispiel dafür.
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