Audioguide Fundación Rodriguez-Acosta

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Fundación Rodriguez-Acosta
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Beschreibung

Die Fundación Rodriguez-Acosta in Granada ist einer jener Orte, die man eher durch Zufall entdeckt. Versteckt am Hang des Mauror-Hügels, unweit der Torres Bermejas und mit Blick auf die Alhambra, thront dieser Carmen wie ein architektonisches Geheimnis über der Stadt.

José María Rodríguez-Acosta war nicht nur Maler, sondern auch Visionär. Zwischen 1916 und 1930 schuf er hier sein Atelier-Carmen, wobei er selbst als Hauptarchitekt fungierte. Das Ergebnis ist faszinierend: ein Gebäude, das maurische Tradition mit modernen Elementen des frühen 20. Jahrhunderts verbindet. Die weißen Mauern und terrassierten Gärten fügen sich harmonisch in die Topografie ein, als wären sie schon immer Teil des Hügels gewesen.

Nach dem Tod des Künstlers 1941 wurde seine Vision zur Realität. Die Stiftung sollte Granada "auf dem Laufenden über alle Errungenschaften des menschlichen Fortschritts halten". Ein ambitioniertes Ziel, das von Anfang an hochkarätige Unterstützung fand. Das erste Kuratorium zählte Persönlichkeiten wie Ortega y Gasset, Manuel de Falla und Fernando de los Ríos zu seinen Mitgliedern.

Besonders beeindruckend ist das Instituto Gómez-Moreno, das seit 1982 die Sammlung des gleichnamigen Archäologen und Historikers beherbergt. Hier findet man Werke spanischer Meister vom 17. bis 20. Jahrhundert: Zurbarán, Alonso Cano, Fortuny, Sorolla. Der moderne Museumsbau von José María García de Paredes aus den 1970er Jahren bildet einen interessanten Kontrast zum historischen Carmen.

Was mich bei meinem Besuch überraschte, war die Ruhe dieses Ortes. Während unten in der Stadt der Trubel herrscht, scheint hier die Zeit anders zu vergehen. Die Terrassen bieten spektakuläre Ausblicke auf die Alhambra, und man versteht, warum Rodríguez-Acosta gerade hier seinen Rückzugsort schaffen wollte.

Die Stiftung ist heute der andalusischen Kulturverwaltung angeschlossen und organisiert regelmäßig Ausstellungen, Konzerte und Konferenzen. Wer sich für eine ausführlichere Erkundung interessiert, kann eine Audioguide nutzen, um die vielen architektonischen Details und die Geschichte des Ortes besser zu verstehen.

Der Carmen wurde 1982 zum Kulturgut erklärt - eine Anerkennung, die diesem außergewöhnlichen Ort definitiv gebührt. Es ist schön zu sehen, wie hier Kunst, Architektur und Landschaft eine so stimmige Einheit bilden.

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