
Beschreibung
Was mich am meisten beeindruckt hat, ist die perfekte Erhaltung der ursprünglichen Struktur. Die vier aufeinanderfolgenden Räume folgen noch heute dem klassischen Schema der römischen Thermen: Vestibül, kalter Raum, warmer Raum und heißer Raum. Der zentrale warme Raum ist definitiv der spektakulärste Teil des Komplexes. Zehn Säulen verschiedener Epochen - römische, westgotische, kalifale - tragen die Gewölbe, und durch die stern- und achteckförmigen Oberlichter fällt das Licht auf eine fast magische Weise herein.
Diese Bäder waren nicht nur für die Körperhygiene gedacht. Sie dienten als soziale Treffpunkte im Viertel Ajsaris, dem heutigen Albaicín. Nach der christlichen Eroberung 1492 wurden sie weiter genutzt, bis Felipe II. sie den Morisken verbot - nicht nur aus religiösen Gründen, sondern weil sie Orte möglicher Verschwörungen waren.
Jahrhundertelang verfiel das Gebäude, wurde als Waschhaus genutzt und diente später sogar als Wohnhaus. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts erkannte man seinen historischen Wert. Leopoldo Torres Balbás kaufte 1927 die Ruinen mit Einnahmen aus Alhambra-Tickets und restaurierte sie liebevoll.
Der Besuch dauert etwa eine halbe Stunde. Von Plaza Nueva erreicht man El Bañuelo in fünf Minuten zu Fuß. Eine El Bañuelo Audioguide hilft dabei, die komplexe Geschichte und Architektur besser zu verstehen. Die Eintrittskarte "Monumentos Andalusíes" gewährt auch Zugang zu anderen maurischen Denkmälern Granadas.
Was ich besonders schätze: Nach dem Besuch kann man direkt die Carrera del Darro hinaufspazieren, vorbei an der Alhambra-Silhouette, bis ins Herz des Albaicín. Diese Kombination aus Geschichte und der unmittelbaren Nähe zu den schönsten Ecken Granadas macht den Besuch zu einem besonderen Erlebnis.
Información adicional
pro Person
Gesamtpreis der Audioguides




