Audioguide Casa del Chapiz

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Casa del Chapiz
Audio inklusive

Beschreibung

Die Casa del Chapiz in Granada ist einer jener Orte, die man fast zufällig entdeckt. Während die meisten Besucher die großen Sehenswürdigkeiten Granada abklappern, versteckt sich dieses maurische Juwel am Ende der Cuesta del Chapiz, dort wo der Weg zum Sacromonte beginnt.

Eigentlich handelt es sich um zwei separate Häuser aus dem 16. Jahrhundert, auch wenn der Name im Singular darüber hinwegtäuscht. Die Geschichte dahinter ist typisch für das damalige Granada: Beide gehörten Morisken - Lorenzo el Chapiz und seinem Schwager Hernán López el Ferí. Nach dem Maurenaufstand von 1571 wurden die Häuser konfisziert und wechselten mehrfach den Besitzer.

Was mich beim ersten Besuch überraschte, war der Zustand der Anlage Anfang des 20. Jahrhunderts. Die Gebäude standen praktisch in Ruinen, wurden als Mietskasernen genutzt und drohten zu verschwinden. Glücklicherweise übernahm der Staat die Häuser 1929 und beauftragte den Architekten Leopoldo Torres Balbás mit der Restaurierung.

Das kleinere der beiden Häuser fasziniert mich mehr. Der rechteckige Patio mit seinem kleinen Wasserbecken wirkt intimer, und die hölzernen Galerien zeigen diese typische Mischung aus nasridischen, gotischen und Renaissance-Elementen. Man erkennt noch die maurischen Muqarnas an den Stützpfeilern, während die geraden Baluster der Brüstung bereits gotischen Einfluss verraten.

Die größere Casa baut teilweise auf den Resten eines nasridischen Palasts aus dem 14. Jahrhundert auf. Die weißen Marmorsäulen im nördlichen Portikus sind noch original, ebenso wie das langgestreckte Wasserbecken im Zentrum des Patios.

Seit 1932 beherbergen die Gebäude die Escuela de Estudios Árabes, ein Forschungsinstitut des spanischen Wissenschaftsrats. Das bedeutet, dass man nur die Erdgeschosse besichtigen kann - aber das reicht völlig aus. Die oberen Galerien kann man vom Patio aus betrachten, und wer eine Casa del Chapiz Audioguide nutzt, erfährt interessante Details über die verschiedenen Bauphasen.

Der Eintrittspreis von zwei Euro ist mehr als fair für das, was man zu sehen bekommt. Besonders am späten Nachmittag, wenn das Licht durch die Arkaden fällt, entsteht eine ganz besondere Atmosphäre. Man spürt förmlich die jahrhundertelange Geschichte dieses Ortes, der exemplarisch für die komplexe Vergangenheit Andalusiens steht.

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