Audioguide Casa de Castril

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Casa de Castril
Audio inklusive

Beschreibung

Die Casa de Castril in Granada gehört zu jenen Renaissancepalästen, die einen beim Spaziergang durch das Albaicín-Viertel unvermittelt innehalten lassen. Das Gebäude steht an der Carrera del Darro, einer der schönsten Straßen der Stadt, und beherbergt heute das Archäologische Museum.

Was sofort auffällt, ist die außergewöhnliche Fassade aus dem Jahr 1539. Die Steinmetzarbeiten sind beeindruckend detailreich – überall finden sich Renaissance-Ornamente, Wappen und mythologische Figuren. Besonders die Hauptpforte zieht den Blick auf sich: Sie erstreckt sich über die gesamte Höhe der Fassade und ist in drei Bereiche gegliedert. In den Verzierungen entdeckt man Kriegstrophäen, geflügelte Muscheln und sogar eine Darstellung des Comares-Turms aus der Alhambra.

Der Palast wurde von Hernando de Zafra erbaut, genauer gesagt von seinem Enkel. Zafra war Sekretär der Katholischen Könige und spielte eine wichtige Rolle bei der Eroberung Granadas. Das erklärt auch die martialischen Motive an der Fassade – eine Art steinernes Siegesdenkmal. Über einem der Balkone steht merkwürdigerweise "Esperando la del cielo" (Wartend auf die des Himmels), was Raum für Interpretationen lässt.

Im Inneren organisiert sich alles um einen Renaissance-Patio mit achteckigem Brunnen. Die Säulen sind aus weißem Marmor, und die Holzdecken zeigen noch die Handwerkskunst jener Zeit. Mir gefällt besonders die Treppe mit ihrer reich verzierten Holzdecke – ein technisches und künstlerisches Meisterwerk zugleich.

Das archäologische Museum, das hier seit 1941 untergebracht ist, führt durch die Geschichte der Provinz Granada von den Anfängen bis zur Nasridenzeit. Die Sammlung ist durchaus sehenswert, auch wenn sie manchmal etwas im Schatten der spektakulären Architektur steht.

Der Standort des Palastes ist strategisch gewählt: gegenüber der Kirche San Pedro y San Pablo, im Herzen des alten Ajsaris-Viertels. Hier ließen sich nach der Reconquista die neuen christlichen Herren nieder. Eine Casa de Castril Audioguide kann übrigens beim Museumsbesuch helfen, die komplexe Symbolik der Fassade besser zu verstehen.

Bei allem Prunk wirkt das Gebäude nie überladen. Es ist vielmehr ein faszinierendes Zeugnis dafür, wie sich kastilische Renaissance-Architektur in Granada entwickelte – mit lokalen Einflüssen und einer ganz eigenen Formensprache.

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