
Beschreibung
Ursprünglich war das hier der Seidenbasar der Nasriden-Zeit, ein geschlossener Markt, der nachts bewacht und verriegelt wurde. Der Name kommt vom arabischen al-qaysariyya, was "Ort des Kaisers" bedeutet - eine Hommage an Kaiser Justinian, der den Arabern einst das Recht zum Seidenhandel gewährt hatte. Das Original war viel größer als das, was man heute sieht. Es erstreckte sich bis zur Plaza Bib-Rambla und hatte neun Eingangstore.
1843 zerstörte ein Brand alles. Was danach entstand, ist eine romantisierte Neuinterpretation im Stil der damaligen Mode - neo-maurisch mit verspielten Bögen, geschnitzten Holzverzierungen und bunten Kacheln. Authentisch ist das nicht, aber es hat seinen eigenen Charme.
Heute reihen sich Souvenirläden aneinander. Man findet die typische Fajalauza-Keramik in Blau und Weiß, Taracea-Holzarbeiten mit ihren feinen Intarsien und diese bunten Glaslaternen, die in jedem Granada-Klischee auftauchen. Zwischen den Touristenläden verstecken sich aber auch ein paar interessante Buchhandlungen und Juweliere.
Das Reizvolle liegt weniger in den Waren als in der Atmosphäre. Die Gassen sind so eng, dass man sich fast verlaufen könnte, obwohl das Viertel winzig ist. An sonnigen Tagen entstehen schöne Licht- und Schattenspiele durch die Bögen und Überdachungen.
Wer mehr über die komplexe Geschichte erfahren möchte, kann eine Alcaicería Audioguide nutzen - die erzählt auch von den Zeiten, als hier noch echte Seidenhändler ihre Geschäfte machten und der Ort wirtschaftliches Herzstück Granadas war.
Am besten kommt man morgens oder am späteren Nachmittag. Mittags drängen sich die Reisegruppen durch die ohnehin schon schmalen Wege. Und ja, hier wird noch gefeilscht - zumindest ein bisschen. Das gehört dazu, auch wenn es manchmal etwas theatralisch wirkt.
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