Audioguide Albaicín

Beschreibung
Was mich beim ersten Besuch am meisten beeindruckt hat, war die Tatsache, dass hier noch immer das mittelalterliche Straßensystem aus der Nasridenzeit erhalten ist. Die weißgetünchten Häuser schmiegen sich an den Hügel nördlich des Darro-Flusses, und zwischen den Mauern erahnt man die jahrhundertealte Geschichte dieses Ortes. Der Name selbst stammt aus dem Arabischen - al-Bayyāzīn - wobei Historiker sich noch immer über seinen genauen Ursprung streiten.
Die Carmens sind vielleicht das Charakteristischste am Albaicín. Diese traditionellen Häuser mit ihren kleinen Gärten und Obsthainen entstanden auf interessante Weise: Nach der Vertreibung der Morisken im 16. Jahrhundert übernahmen die verbliebenen christlichen Bewohner die verlassenen Grundstücke und verwandelten sie in diese typischen Anwesen. Das arabische Wort "karm" bedeutete ursprünglich Weinberg, was den Ursprung des Begriffs erklärt.
Besonders faszinierend finde ich die erhaltenen Stadtmauern aus dem 11. Jahrhundert. Die Ziriden bauten hier ihre Zitadelle, bevor die Nasriden später zur Alhambra hinüberzogen. Tore wie die Puerta Monaita oder die Puerta de Elvira erzählen noch heute von der strategischen Bedeutung dieser Lage.
Das Wassersystem der Ziriden funktioniert teilweise noch immer. Über zwanzig unterirdische Zisternen versorgen das Viertel, und die größte davon, der Aljibe del Rey, fasste einst 300 Kubikmeter Wasser.
Zwischen den Sehenswürdigkeiten Granada entdeckt man immer wieder überraschende Details: das Bañuelo, eines der wenigen erhaltenen arabischen Bäder Spaniens, oder die Reste der großen Moschee. Wer das Albaicín besuchen möchte, sollte Zeit mitbringen. Eine Albaicín Audioguide kann dabei helfen, die Schichten der Geschichte zu verstehen, aber am besten erschließt sich das Viertel beim langsamen Durchstreifen seiner Gassen. Die Aussicht auf die Alhambra von verschiedenen Aussichtspunkten ist dabei nur ein Bonus zu dem, was man in den Straßen selbst entdeckt.
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