Audioguide Torre de la Calahorra

Torre de la Calahorra
Audio inklusive

Beschreibung

Die Torre de la Calahorra steht am südlichen Ufer des Guadalquivir und bewacht seit Jahrhunderten den Zugang zur römischen Brücke von Córdoba. Als ich das erste Mal vor dieser imposanten Festung stand, fiel mir sofort auf, wie geschickt sie strategisch platziert wurde – wer die Brücke kontrollierte, kontrollierte praktisch die ganze Stadt.

Der Ursprung der Festung geht auf islamische Zeit zurück, aber ihre heutige Gestalt verdankt sie hauptsächlich dem 14. Jahrhundert. Heinrich II. von Kastilien ließ damals eine zweite Turm hinzufügen und beide durch eine Zugbrücke verbinden. Später kam noch ein dritter Turm dazu, und das Wappen von Kastilien und León, das man heute noch an der Außenmauer sieht, stammt aus dieser bewegten Epoche der kastilischen Bürgerkriege.

Was mich besonders fasziniert, ist die wechselvolle Geschichte des Gebäudes. Es diente als Adelsgefängnis, später als Mädchenschule und sogar als Kaserne der Guardia Civil. 1953 wurde es schließlich als Museum wiedereröffnet, nachdem Bürgermeister Antonio Cruz-Conde es für die Stadt erworben hatte. Franco himself war übrigens bei der Einweihung anwesend.

Heute beherbergt die Festung das Museo Vivo de al-Ándalus, ein audiovisuelles Museum, das die mittelalterliche Blütezeit Córdobas zwischen dem 9. und 13. Jahrhundert zeigt. Acht Säle erzählen vom Zusammenleben der christlichen, jüdischen und muslimischen Kulturen – ein Thema, das in Córdoba allgegenwärtig ist. Das Museum wird von der Fundación Paradigma Córdoba verwaltet, deren Geschichte allerdings nicht ohne Kontroversen war.

Von der Spitze der Torre de la Calahorra besuchen bedeutet auch, einen der besten Panoramablicke auf die Altstadt zu genießen. Man überblickt das gesamte historische Zentrum, das seit 1994 zum UNESCO-Welterbe gehört. Die römische Brücke liegt direkt zu Füßen, und dahinter erstreckt sich das Gewirr der engen Gassen mit der berühmten Mezquita-Kathedrale als Höhepunkt.

Die Festung wurde 2007 aufwendig restauriert – ein Projekt der andalusischen Regionalregierung mit einem Budget von fast 2,7 Millionen Euro. Wer mehr über die komplexe Geschichte erfahren möchte, kann auf eine Audioguide zurückgreifen, die zusätzliche Details zu den verschiedenen Bauphasen und historischen Ereignissen liefert.

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