Audioguide Sinagoga

Beschreibung
Was mich beim ersten Besuch überraschte, war die Intimität des Raumes. Der Gebetsraum misst gerade mal sieben mal sechs Meter, erreicht aber eine beeindruckende Höhe von über elf Metern. Die christlichen Herrscher hatten damals strenge Auflagen für Synagogenbauten - sie sollten bescheiden wirken. Trotz dieser Beschränkungen schufen die Baumeister etwas Besonderes.
Die Mudéjar-Ornamente an den Wänden erzählen ihre eigene Geschichte. Jahrhundertelang waren sie unter christlichen Wandmalereien versteckt, bis ein Pfarrer 1876 zufällig beim Renovieren die hebräischen Inschriften entdeckte. Ein Glück für uns, denn so blieben Fragmente der Psalmen und des Hohelieds erhalten, die heute wieder sichtbar sind.
Besonders beeindruckt mich der Hejal an der Ostwand, der frühere Aufbewahrungsort für die Thora-Rollen. Der große Bogen mit seinen Verzierungen zeigt, wie geschickt die Handwerker islamische und jüdische Traditionen miteinander verbanden. In der oberen Galerie, wo einst die Frauen beteten, sind die drei kleinen Bögen mit ihren filigranen Mustern noch gut erhalten.
Nach der Vertreibung der Juden 1492 wurde aus der Synagoge erst ein Hospital, dann eine Kapelle. Córdoba hat Glück, dass das Gebäude diese Jahrhunderte überstanden hat - viele andere Synagogen verschwanden spurlos.
Der trapezförmige Innenhof am Eingang mag ungewöhnlich wirken, folgt aber dem Verlauf der umliegenden Gassen. Nebenan entstehen gerade archäologische Ausgrabungen, die ein jüdisches Ritualbad und eine Talmud-Schule freigelegt haben. Das zeigt, wie wichtig dieser Ort einst für die jüdische Gemeinde war.
Mit einer Sinagoga Audioguide lassen sich die hebräischen Texte und historischen Details besser verstehen. Auch wenn das Gebäude klein ist - es gehört zum UNESCO-Welterbe und lockt jährlich über 600.000 Besucher an. Das spricht für sich.
Die Synagoge öffnet täglich außer montags. Ein Besuch dauert nicht lange, aber die Atmosphäre bleibt in Erinnerung.
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