Audioguide Puerta de Almodóvar

Beschreibung
Die Araber nannten es einst Bab al-Yawz, das Nussbaum-Tor, weil hier der Weg nach Almodóvar del Río begann. Was heute zu sehen ist, stammt größtenteils aus dem 14. Jahrhundert, als die Christen das ursprünglich arabische Tor umgestalteten. Die zwei prismatischen Türme, die durch einen spitzbogigen Durchgang verbunden sind, prägen das Erscheinungsbild. Im 19. Jahrhundert wurde der ursprüngliche Bogen zugemauert und durch einen einfacheren Eingang ersetzt.
Besonders gefällt mir der Spaziergang entlang der Calle Cairuán, die parallel zur Stadtmauer verläuft. Diese künstlich angelegte Promenade mit ihren Wasserbecken und Zypressen entstand erst in den 1960er Jahren unter Bürgermeister Antonio Guzmán Reina. Der Name ehrt die tunesische Stadt Kairouan und ihre berühmte Moschee, die architektonische Ähnlichkeiten mit Córdobas Mezquita aufweist.
Direkt vor dem Tor steht seit 1965 eine Bronzestatue des römischen Philosophen Seneca. Interessant ist die Geschichte dahinter: Der berühmte Torero Manuel Benítez "El Cordobés" finanzierte das Denkmal als eine Art Wiedergutmachung für städtebauliche Probleme. Am anderen Ende der Straße findet sich übrigens auch eine Statue von Averroes, dem muslimischen Gelehrten. Zwei große Denker aus Córdoba, getrennt durch ein Jahrtausend, aber nur wenige Meter voneinander entfernt.
Die Puerta de Almodóvar besuchen bedeutet, in die Schichten der cordobanischen Geschichte einzutauchen. Von hier aus erreicht man schnell die Synagoge, das Alcázar oder die verwinkelten Straßen der Judería. Wer tiefer in die Geschichte eintauchen möchte, kann eine Audioguide nutzen, die die verschiedenen Epochen dieses Ortes lebendig werden lässt. Die Mischung aus arabischem Erbe und christlicher Umgestaltung macht dieses Tor zu einem authentischen Zeugnis der komplexen Vergangenheit Andalusiens.
Audioguide Puerta de Almodóvar
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