Audioguide Plaza de la Corredera

Beschreibung
Die Geschichte dieses Platzes ist ziemlich bewegt. Im 17. Jahrhundert ließ der Corregidor Francisco Ronquillo Briceño die heutige Plaza errichten, weil die alten Holztribünen für die Stierkämpfe zu gefährlich geworden waren. Der Architekt Antonio Ramós Valdés entwarf zwischen 1683 und 1687 diesen 113 mal 55 Meter großen Platz. Fast alle alten Gebäude wurden abgerissen - fast alle. Die Besitzerin der Casas de Doña Ana Jacinto wehrte sich erfolgreich gegen den Abriss und bekam sogar eine königliche Verfügung von Karl II. Deshalb sticht ihr Gebäude heute noch heraus und durchbricht die sonst so einheitliche Architektur.
Was mir bei meinen Besuchen auffällt: Dieser Platz hat wirklich dunkle Kapitel erlebt. Hier fanden nicht nur Stierkämpfe statt, sondern auch Hinrichtungen der Inquisition und öffentliche Folterungen. Das ehemalige Gefängnis steht noch heute - es ist das Gebäude, das jetzt der Mercado de Sánchez Peña ist. Eine merkwürdige Wendung der Geschichte.
In den 1950er Jahren wurde hier ein Markt gebaut, der aber wegen schlechter hygienischer Bedingungen wieder abgerissen werden musste. Bei den Ausgrabungen kamen römische Mosaiken zum Vorschein, die heute größtenteils im Alcázar zu sehen sind. Vermutlich lag hier einmal das römische Circus.
Heute ist die Corredera vor allem abends lebendig. Die Bars unter den Arkaden füllen sich, und auf den Terrassen wird bis spät in die Nacht geredet und gelacht. Tagsüber wirkt der Platz manchmal etwas verlassen, aber das ändert sich schnell, wenn die Sonne untergeht. Wer sich für die Details der turbulenten Vergangenheit interessiert, kann übrigens eine Audioguía nutzen - die erzählt Geschichten, die man so nicht in jedem Reiseführer findet.
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