Audioguide Jardines de la Agricultura

Beschreibung
Was mich bei meinen Besuchen immer wieder fasziniert, ist die Mischung aus Geschichte und alltäglichem Leben. Der Park liegt zwischen drei wichtigen Avenidas und funktioniert wie eine Lunge für diesen Teil von Córdoba. Die radiale Aufteilung mit den verschiedenen kleinen Plätzen stammt noch aus der Umgestaltung von 1864, als der Architekt Rafael de Luque y Lubián hier sein Konzept umsetzte.
Besonders bemerkenswert finde ich die vielen Skulpturen, die über die Jahrzehnte dazugekommen sind. Im Zentrum des Ententichs steht die Bronzegruppe "Agricultor, la Agricultura y el Progreso" aus den 1960er Jahren – sie gibt dem Park seinen offiziellen Namen. Aber auch die anderen Denkmäler erzählen Geschichten: vom Komponisten Martínez Rücker bis hin zu ganz normalen Menschen wie der Kioskbesitzerin Victoria Domínguez, die 2007 ermordet wurde.
Ein faszinierendes Kapitel ist die Biblioteca Séneca, die von 1922 bis in die 1960er Jahre funktionierte. Diese kleine sechseckige Bibliothek wurde nur durch Spendenbücher der Nutzer am Leben gehalten, hatte keine Überwachung und zählte trotzdem 20.000 Leser jährlich. Heute erinnern nur noch die Bänke mit Seneca-Zitaten auf Azulejo-Kacheln daran.
Die Pflanzenwelt ist erstaunlich vielfältig für einen Stadtpark. Zwischen Platanen und Orangen stehen auch exotischere Exemplare wie Jacaranda oder ein alter Ginkgo. Das macht den Spaziergang zu jeder Jahreszeit interessant.
Früher wurde hier übrigens die Feria de Córdoba gefeiert, bis 1994 der Schaden an der Vegetation zu groß wurde. Heute ist der Park ruhiger geworden, auch weil nach einem tragischen Mord 1986 die hohen Hecken entfernt wurden. Eine Jardines de la Agricultura Audioguide kann übrigens helfen, all die Details und Geschichten zu entdecken, die man beim normalen Spaziergang leicht übersieht.
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