Audioguide Casa de las Siete Cabezas

Beschreibung
Was diesen Ort so faszinierend macht, sind die Legenden, die sich um ihn ranken. Die bekannteste erzählt von Gonzalo Gustios und seinen sieben Söhnen, den Infantes de Lara. Nach der Überlieferung diente das Haus als Gefängnis für Gonzalo, während seine Söhne in eine tödliche Falle gerieten. Ihre Köpfe sollen später in der angrenzenden Gasse der sieben Bögen aufgehängt worden sein - daher der Name des Hauses.
Aber die Geschichte geht weiter. Im 15. Jahrhundert gehörte das Gebäude Juan de Córdoba, einem wohlhabenden jüdischen Konvertiten. Trotz des Verbots der Katholischen Könige nutzte er sein Haus offenbar als geheime Synagoge. Die Inquisition entdeckte dies schließlich, und Juan wurde zusammen mit über 150 anderen Menschen in einem der größten Autodafés von Córdoba am 22. Dezember 1504 verbrannt.
Bei Restaurierungsarbeiten fand man tatsächlich Überreste einer Mikwe im Keller - ein rituelles Tauchbad der Juden. Das verleiht der Legende eine gewisse Glaubwürdigkeit. Auch eine Frauenempore wurde entdeckt, wie sie in Synagogen üblich war.
Architektonisch ist das Haus typisch für andalusische Herrenhäuser. Die vier Innenhöfe bilden das Herzstück, umgeben von Räumen mit wunderschönen Kassettendecken und Bögen. Der Keller bewahrt noch römische Überreste, was zeigt, wie viele Epochen hier aufeinandertreffen.
Nach 2007 wurde das verfallene Gebäude aufwendig restauriert und zunächst als Museum geöffnet. Eine Casa de las Siete Cabezas Audioguide half damals Besuchern, die komplexe Geschichte zu verstehen. Die Pandemie zwang jedoch zur Schließung des Museums.
Heute ist es ein Boutique-Hotel geworden, was einerseits schade ist für Geschichtsinteressierte, andererseits aber das Gebäude vor dem Verfall bewahrt. Die Gasse mit den sieben Backsteinbögen kannst du nach wie vor von außen betrachten - sie gehört zu den Sehenswürdigkeiten Córdoba, die oft übersehen werden, obwohl sie so viel Geschichte erzählen.
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