Audioguide Capilla de San Bartolomé

Beschreibung
Der Zugang erfolgt über einen dreifachen Spitzbogenportikus, dessen Säulen aus älteren römischen und islamischen Bauten stammen. Schon hier wird deutlich, dass Córdoba seine Geschichte schichtweise übereinander gebaut hat. Die eigentliche Eingangspforte zeigt jenen charakteristischen Mudéjar-Stil, der christliche und islamische Elemente so selbstverständlich miteinander verbindet.
Im Inneren überrascht die reiche Ausstattung mit Stuckarbeiten und Wandmalereien. Die Wände sind fast vollständig mit Gipsdekorationen überzogen - geometrische Flechtbänder, Pflanzenornamente und arabische Kalligrafie in kufischer und Naschi-Schrift. Zwischen den Sternen der Flechtmuster erscheinen immer wieder die Wappen des Ordens der Banda, was auf den wahrscheinlichen Stifter Diego Fernández Abencaçin hinweist, einen Judenchristen im Dienst der kastilischen Krone.
Die gotischen Kreuzrippengewölbe mit ihren pflanzlich verzierten Schlusssteinen bilden einen interessanten Kontrast zur maurisch inspirierten Wanddekoration. Der Bodenbelag aus abwechselnden Ziegeln und Fliesen stammt noch aus der Bauzeit. Bei Restaurierungen entdeckte man 35 Fliesen in der seltenen nasridischen Goldlüstertechnik, die heute im Archäologischen Museum aufbewahrt werden.
Jahrhundertelang war die Kapilla unzugänglich. Erst nach umfangreichen Restaurierungen zwischen 2006 und 2008 öffnete sie 2010 wieder für Besucher. Wer die Sehenswürdigkeiten Córdoba abseits der großen Touristenströme erleben möchte, findet hier einen authentischen Einblick in die komplexe Kulturgeschichte Andalusiens. Eine Audioguide hilft dabei, die vielschichtigen Details der Dekoration zu entschlüsseln.
Die Capilla de San Bartolomé Córdoba zeigt eindrucksvoll, wie sich in dieser Stadt über Jahrhunderte verschiedene Kulturen und Religionen künstlerisch beeinflusst haben.
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