Audioguide Baños del Alcázar Califal

Beschreibung
Was heute zu sehen ist, erzählt von drei verschiedenen Epochen islamischer Herrschaft. Der ursprüngliche Kern stammt aus dem 10. Jahrhundert, als Kalif Al-Hakam II diese Hammam-Anlage für sich und seinen Hof errichten ließ. Die Räume folgten dem klassischen Schema römischer Thermen: Umkleideraum, kalter Saal, warmer Saal und heißer Saal. Der warme Raum war der prächtigste, hier empfing der Kalif Besucher, während er Massagen oder andere Körperpflege erhielt.
Diese Bäder wurden Schauplatz dramatischer Ereignisse während des Bürgerkriegs, der das Kalifat beendete. In den heißen Räumen ermordeten Sklaven den Kalifen Ali Ibn Hammud, Jahre später traf das gleiche Schicksal Abderramán V, der von aufgebrachten Bürgern getötet wurde.
Im 11. Jahrhundert erweiterten die Taifa-Könige die Anlage um einen Empfangssaal mit Garten und Wasserspielen. Die Almohaden bauten im 12. Jahrhundert neue Bäder im westlichen Bereich dazu. Nach der christlichen Eroberung 1236 wurden die Anlagen noch eine Weile genutzt, bis König Alfonso XI sie 1328 zuschütten ließ.
Der Rundgang führt durch alle erhaltenen Bereiche. Besonders beeindruckend sind die achteckigen Sterne in den Gewölben, durch die Licht in die Räume fiel. Die originalen Keramikrohre zeigen, wie das Wasser vom Ofen zu den verschiedenen Becken geleitet wurde. In der Ausstellung erkennt man gut die unterschiedlichen Bauphasen und Dekorationsstile.
Córdoba hatte in seiner Blütezeit fast sechshundert solcher Badehäuser. Diese hier gehörten zu den wichtigsten der Stadt, da sie Teil des verschwundenen Alcázar waren. Die Audioguide hilft dabei, die komplexe Geschichte und Funktion der verschiedenen Räume zu verstehen. Mit nur drei Euro Eintritt bekommt man Einblick in einen Ort, der sowohl Wellness-Oase als auch politisches Zentrum war.
Audioguide Baños del Alcázar Califal
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